Engagement
Bausteine für Nachhaltigkeit
SWIE (AIBI), Pilotprojekt Düngung
Treibhausgasemissionen gemeinsam reduzieren
Die Dekarbonisierung der Backbranche gelingt nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenspiel vieler Akteure und die Bereitschaft, gemeinsam Neues auszuprobieren. Ein wichtiger Ansatzpunkt liegt dabei bereits am Anfang der Wertschöpfungskette, im Anbau des Weizens. Über 80 Prozent der Treibhausgasemissionen von Weizenmehl entstehen, nach unseren Berechnungen, in der landwirtschaftlichen Erzeugung des Weizens. Da Mehl der Hauptbestandteil der meisten Backwaren ist, bietet der Rohstoffanbau einen wichtigen Hebel, um die Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Um hier Fortschritte zu erzielen, braucht es die Zusammenarbeit aller Beteiligten, von der Landwirtschaft über den Agrarhandel und die Mühlen bis hin zu Bäckereien und weiteren Partnern.
Gemeinsam mehr bewegen
Bei Roland Mills United sind wir überzeugt: Veränderungen gelingen am besten gemeinsam. Wenn Landwirtschaft, Mühlen, Partner aus der Agrarwirtschaft und Bäckereien ihr Wissen und ihre Ideen zusammenbringen, neue Ansätze ausprobieren und gemeinsam aus den Ergebnissen lernen, können entlang der gesamten Wertschöpfungskette neue Lösungen entstehen. Das erfordert Mut, Offenheit und den Willen, Dinge anders zu machen. Aus diesem Grund haben wir das Manifest der Sustainable Wheat Initiative Europe (SWIE) als unterstützender Stakeholder unterzeichnet. Die Initiative wurde 2025 von der AIBI gegründet und vereint mehr als 30 Unternehmen und Organisationen, von industriellen Bäckereien über Mühlen bis zu Genossenschaften, Lieferanten und landwirtschaftlichen Betrieben. Gemeinsam verfolgt die SWIE das Ziel, den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren und regenerativen Landwirtschaft voranzutreiben. Als ersten Meilenstein strebt die Initiative an, die Treibhausgasemissionen je Kilogramm Weizen und Weizenmehl bis 2030 um 30 % gegenüber dem Basisjahr 2022 zu reduzieren.
Weitere Informationen zur SWIE finden Sie auf der Website der Initiative.
Pilotprojekt: Reduktion von Treibhausgasemissionen im Weizenanbau
Wie wirkungsvoll Zusammenarbeit sein kann, zeigt ein Pilotprojekt aus dem vergangenen Jahr, an dem auch Roland Mills United beteiligt war. Gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft, Agrarwirtschaft und einer Großbäckerei wurde getestet wie sich Treibhausgasemissionen im Weizenanbau verringern lassen.
Der Schlüssel war der Einsatz von Dünger, bei dessen Herstellung Biogas zum Einsatz kam und dem innovative Inhibitoren zugesetzt wurden. Diese sorgen dafür, dass Stickstoff im Boden effizienter genutzt werden kann.
Das Ergebnis: Für den im Pilotprojekt erzeugten Weizen ergab die Berechnung im Durchschnitt 41 Prozent geringere Treibhausgasemissionen als bei einem angenommenen Einsatz von herkömmlichem Dünger (Vergleichsszenario: europäischer Harnstoff).
Auch in der Mühle setzen wir an
Blühflächen
Blühflächen als Lebensraum für Insekten
Ein besonderer Schwerpunkt des blühfläche.de e. V. liegt auf der Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben. Der Verein unterstützt die Anlage von Blühwiesen auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen. Nach Angaben des Vereins werden dafür Flächen zwischen 250 m² und 20.000 m² genutzt und mit einer für die Projekte vorgesehenen Saatenmischung eingesät. Ziel des Vereins ist es, auf diesen Flächen zusätzliche Lebensräume und Nahrungsangebote für Insekten zu schaffen und landwirtschaftliche Betriebe bei der Umsetzung einzubeziehen.
Was macht die Blühfläche besonders?
Blühflächen vor Ort schaffen
Das Projekt unterstützt die Anlage von Blühflächen auf zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen. Durch die Aussaat ausgewählter Saatenmischungen entstehen zusätzliche Nahrungsangebote und Lebensräume für Insekten auf den jeweiligen Flächen. Dabei konzentriert sich der Verein nicht auf einzelne Tierarten, sondern auf die Anlage und Entwicklung der Blühflächen als Lebensraum für unterschiedliche Insektenarten. Als unabhängiger Verein kann Blühfläche.de e. V. seine Projekte eigenständig gestalten. Da der Verein keine öffentlichen Fördermittel erhält, ist er zur Finanzierung seiner Arbeit auf Spenden angewiesen.
Was passiert mit den Ackerflächen?
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Mehr InformationenVon Landwirten für Landwirte
Der Ansatz des Vereins berücksichtigt dabei auch die wirtschaftliche Bedeutung landwirtschaftlicher Flächen. Zu den Gründungsmitgliedern gehört mit Claus Tietjen selbst ein überzeugter Landwirt. Über Spenden werden die Projekte des blühfläche.de e. V. ermöglicht. Auch Roland Mills United beteiligt sich als Unterstützer des Vereins. So möchten wir dazu beitragen, dass Projekte dieser Art umgesetzt werden können. Die Planung und Durchführung der Blühflächen liegt dabei beim blühfläche.de e. V. und den beteiligten Partnern.